Tag der Hand-Hygiene: Experten-Tipps zum Schutz der Hände im Haushalt

Tag der Hand-Hygiene: Experten-Tipps zum Schutz der Hände im Haushalt

Heute ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder zum Internationalen Tag der Hand-Hygiene auf. Aus diesem Anlass verrät Euch unsere Reinigungsexpertin Ninette Herberger wichtige Tipps, wie Ihr Eure Hände im Haushalt hygienisch schützt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO werden bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen – viel mehr als beispielsweise über den Mund. Richtiges Händewaschen ist deshalb unerlässlich. Offensichtlich haben Frauen dies aber besser im Griff als Männer: Nur halb so viele Männer wie Frauen, nämlich 32% waschen sich nach dem Toilettengang die Hände, so belegt eine Studie des London School of Hygiene & Tropical Medicine.

1. Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden

Für das Händewaschen solltest Du Dir mindestens 20 Sekunden Zeit nehmen. Allerdings tun es laut Hygiene Council weniger als 40% der Deutschen. 6% waschen sich sogar nur 5 Sekunden die Hände. Beim Händewaschen solltest Du nicht nur die Handinnenflächen, sondern auch die Fingerspitzen, Handrücken und Zwischenräume der Finger gründlich einseifen. Danach gründlich abspülen und abtrocknen.

2. Richtig Abtrocknen nicht vergessen

Der wahrscheinlich wichtigste Part beim Händewaschen ist das Abtrocknen: Ein gründliches Waschen der Hände bringt nichts, wenn Du die Hände danach nicht richtig abtrocknest. Denn mit nassen Händen werden Bakterien 500 mal schneller übertragen als mit trockenen Händen. Am hygienischsten sind hierfür Einweg- oder Papierhandtücher. Vorsichtig bei Geschirrhandtüchern, da diese oftmals feucht sind und sich dort die Bakterien besonders wohlfühlen. Geschirrhandtücher sollten besonders häufig gewaschen werden.

3. Ringe immer ablegen

Ringe solltest Du beim Händewaschen und bei anderen Hausarbeiten wie Abwaschen immer ablegen. Zum einen, damit sich kein Wasser zwischen Ring und Finger ansammelt, da die Zwischenräume einen optimalen Nährböden für Bakterien bieten. Und zum anderen, um Unfälle zu vermeiden, indem man irgendwo hängen bleibt. Aus Hygienegründen solltest Du beim Putzen generell keinen Schmuck tragen.

4. Putz-Handschuhe: Augen auf!

Putz-Handschuhe meinen es eigentlich immer gut mit den Händen, sollte man denken. Dennoch können sie schnell zum Feind werden, wenn sie nach der Nutzung nicht sauber und trocken aufbewahrt werden. Grundsätzlich solltest Du sie mindestens einmal im Monat auswechseln. Doch anstatt monatlich Geld auszugeben, kannst Du Deine Putz-Handschuhe auch selbst reinigen: Leg sie dazu für 10-15 Minuten in heißes Wasser mit 2 Teelöffeln Essig und ein bisschen Spülmittel. Dann gut ausspülen und an einem kühlen Ort trocknen lassen.

5. Spülmittel ist nicht für Hände geeignet

Viele Menschen neigen dazu, in der Küche zum Spülmittel beim Händewaschen zu greifen. Spülmittel hingegen kann einen viel zu starken PH-Wert enthalten, der für die Haut schädlich ist. Du solltest also immer eine Handseife zu nutzen, um den Lipidmantel der Haut zu schützen. So ist auch die gewünschte Hygiene gewährleistet.

6. Handtuch ohne Falten aufhängen

Was für das Geschirrhandtuch gilt, trifft natürlich auch auf die Handtücher im Badezimmer zu: Weil sie oft feucht und dunkel hängen, fühlen sich Bakterien dort besonders wohl. Handtücher sollten daher nicht an einem Haken hängen, an dem es Falten schlägt, sondern immer gerade, zum Beispiel auf einen Handtuchtrockner. So trocknet das Handtuch schneller und die Überlebensbedingungen für Bakterien sind ungünstiger.

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