Tag der Erde: Das Märchen von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln

Tag der Erde: Das Märchen von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln

4,54 Milliarden Jahr ist sie alt – unsere Erde. Und man sieht es ihr an: Längst ist das Thema Umweltschutz fällig – Regenwälder werden vernichtet, unzählige Mengen an Abfall ins Meer gekippt. Der Klimawandel ist im vollen Gange. Seit 45 Jahren wird der Tag der Erde in über 175 Ländern gefeiert. Ziel dieses Tages ist es, die Wertschätzung des Planeten zu stärken, sich mit dem Umweltschutz auseinanderzusetzen und das Konsumverhalten zu hinterfragen. Dazu gehört es eben auch, zu wissen, ob ein Produkt wirklich umweltfreundlich ist oder nur zu sein scheint. Hier sind ein paar Tipps, die helfen, den trügerischen Glanz zu entlarven:

Greenwashing – trügerischer Glanz

Greenwashing bedeutet, einem Unternehmen, Produkt oder einer Marke ein umweltfreundliches, soziales oder nachhaltiges Image zu verpassen. Kurz gesagt: Unternehmen vermitteln ihren Zielgruppen den Eindruck, umweltfreundlich zu handeln, tun dies aber nicht in Wirklichkeit, sondern geben es primär aus Imagezwecken vor. Doch wie kann der Konsument merken, ob ein Produkt tatsächlich umweltfreundlich ist?

Die Produkte werden immer homogener und so fällt es dem Konsumenten zunehmend schwerer, das eine vom anderen zu unterscheiden. Wer sich gegen Greenwashing wehren will, sollte Folgendes beachten: Es ist wichtig, Produkte oder Marken kritisch zu hinterfragen. Glücklicherweise gibt es einige Institutionen, die uns dabei helfen, Greenwash-Akteure zu entlarven. Wer beim nächsten Einkauf Ausschau nach bestimmten Gütesiegeln hält, wie z.B. dem Blauen Engel oder der Euroblume, kann sich sicher sein, dass auch wirklich umweltfreundliche Produkte in seinem Einkaufskorb gelandet sind.

Umweltfreundliche Reinigungsmittel?

Greenwashing findet überall und zu jeder Zeit statt: Selbst auf Verpackungen von Reinigungsmitteln. Vage Formulierungen wie z.B. “umweltfreundlich” oder “Öko-Waschmittel” deklarieren ein Produkt schnell als ökologisch. Doch die Realität sieht anders aus: Derartige Behauptungen basieren selten auf Fakten. Oft behaupten herkömmliche Reinigungsmittel biologisch abbaubar, frei von Phosphaten oder Chlor zu sein.

Wichtig hierbei ist: Völlig umweltfreundliche Reinigungsmittel gibt es nicht. Es kann immer mal wieder vorkommen, dass in einem Produkt ein Stoff enthalten ist, welcher biologisch schwer oder nicht vollständig abbaubar ist. Wer jedoch trotzdem im Haushalt nicht auf umweltschonende Produkte verzichten möchte, kann sich auch hier an dem europäischen Umweltzeichen (Euroblume) orientieren. Über den Euroblume-Produktkatalog kann online schnell überprüft werden, ob ein Produkt wirklich umweltfreundlich ist oder nur als solches angepriesen wird.

Codecheck: Sich gegen das Greenwashing wehren!

Der Konsum von umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkten ist einfach: Vorausgesetzt wir machen uns die Mühe. Ein nützlicher Begleiter dabei ist die App “Codecheck”. Wie der Name es auch schon vermuten lässt: Konsumenten können mit Hilfe der App bestimmte Produktfakten überprüfen. Dazu gehören die Inhaltsstoffe, die Hersteller und die Herkunft eines Produkts.

Ist die App auf dem Smartphone einmal installiert, kann der kritische Check auch schon beginnen. Dazu reicht es lediglich, den Barcode oder QR-Code zu scannen. Und schon verrät die App, was in einem Produkt enthalten ist. Über eine Suchfunktion ist es ebenfalls möglich, beispielsweise sein Reinigungsmittel auf kritische Inhaltsstoffe zu überprüfen. Dort gibt man den Namen in die Suchfunktion ein, schon filtert die App alle Produktinhaltsstoffe heraus und informiert die Nutzer darüber, inwiefern die Inhaltsstoffe empfehlenswert sind oder nicht. Die App “Codecheck” ist im Google Playstore sowie für iOS erhältlich.

Helpling-Welterdetag-Himmel-Erde-Umweltschutz

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *