Grippe per Fernbedienung – Die 6 gefährlichsten Hygiene-Risiken im Haushalt

Grippe per Fernbedienung – Die 6 gefährlichsten Hygiene-Risiken im Haushalt

Viele von uns denken, dass die größten Hygienefallen unterwegs auf uns lauern: auf öffentlichen Toiletten, im Bus, beim Händeschütteln. Doch wie sieht es eigentlich bei uns zu Hause aus? Anlässlich des offiziellen Tags der Hygiene nimmt Helpling, das Vermittlungsportal für Reinigungskräfte, Sie mit auf einen Streifzug durch den Haushalt und verrät, wo es sich Bakterien am liebsten bequem machen und wie wir diesen Paroli bieten können.

1. Fernbedienung, Türklinken & Co: Erst anfassen, dann anstecken!

Oft beim Putzen ausgelassen - die Fernbedienung.

Viele Gegenstände in Ihrem Haushalt benutzen nicht nur Sie täglich, sondern auch Ihre Familie. Was wir meistens vergessen: Von vermeintlich harmlosen Dingen wie der Fernbedienung, dem Telefon, Türklinken, Lichtschaltern oder der Computertastatur kann dabei schnell ein gesundheitliches Risiko ausgehen – denn beim Saubermachen werden diese Gegenstände gerne vergessen. Die Folgen: Auf bestimmten Oberflächen können Erkältungsviren zwischen einer und 24 Stunden überleben, langanhaltende Viren sogar bis zu mehreren Wochen. Daher gerade in den kalten Monaten die genannten Gegenstände regelmäßig desinfizieren.

Schon gewusst?
● Eine Tastatur kann bis zu 400 mal so viele Keime enthalten wie ein Toilettensitz.
● Auf einer Oberfläche von Fernbedienungen überleben Erkältungserreger 24 Stunden lang, Grippeviren sogar noch länger. Wischen Sie sie also regelmäßig ab, vor allem, wenn ein Familienmitglied krank ist.

2. Toilette: Bakterien als Spülverderber

Wir ahnen nicht, was passiert, wenn wir die Spülung betätigen.

Wenn Bakterien eines nicht mögen, dann sind es kalte und glatte Keramikoberflächen. Das Toilettenbecken gehört daher zu den hygienischsten Plätzen in der gesamten Wohnung. Wer hätte das gedacht? Die größere Gefahr der Toilette geht vielmehr von der Spülung aus und kommt praktisch per Knopfdruck! Wenn Sie die Spülung Ihrer Toilette betätigen, wirbeln Sie nämlich ordentlich Keime auf.

Schon gewusst?
● Bei dem ungesunden Wasserspiel können die Bakterien bis zu sechs Meter weit spritzen, wie eine Studie der New York University herausfand. Daher: Nur mit geschlossenem Toilettendeckel spülen und die Zahnbürste unbedingt aus der Gefahrenzone retten!

3. Hände waschen – sonst Grippe!

Gründliches Händewaschen beseitigt Bakterien.

Bakterien sind überall. Jeder von uns verbreitet sie und nimmt sie mit nach Hause. Eben noch auf der Bürotoilette, jetzt schon auf der Fernbedienung: Bakterien sind blinde Passagiere. Waschen Sie sich also zuerst die Hände, wenn Sie nach Hause kommen – und das unbedingt länger als nur 5 Sekunden. Reiben Sie nicht nur die Handflächen aneinander, sondern waschen Sie auch Handoberflächen und Fingerzwischenräume.

Schon gewusst?
● Die University of Michigan fand heraus, dass 95% aller Menschen ihre Hände nicht lang genug waschen und somit die Bakterien nicht abtöten. 20 Sekunden sollte man sich fürs Waschen Zeit nehmen.
● Ganz wichtig: Hände richtig trocknen! Bakterien vermehren sich in feuchten Händen 500 Mal so schnell wie in trockenen.

4. Handtücher: Das Drehkreuz für Bakterien!

Schon nach wenigen Malen Benutzung sind Handtücher voll an toten Hautzellen.

Das Badezimmer mit seiner feuchten und warmen Umgebung bietet Bakterien ideale Voraussetzungen, um sich rasant zu vermehren. Handtücher sind der perfekte Platz dafür. Sind diese seit Wochen nicht gewaschen oder können nicht richtig trocknen, so können sie zum ernsthaften Risiko werden.

Schon gewusst?
● Handtücher ziehen tote Hautzellen und Feuchtigkeit magisch an. Sie sollten diese einmal die Woche wechseln – je nach dem, wie intensiv Sie sie benutzen.
● Hängen Sie die Handtücher zum Trocknen am besten auf eine Leine. Man sollte sie nie zerknüllt in die Ecke werfen oder einfach an den Haken hängen – ansonsten kommt nicht genügend Luft an die Fasern zum Trocknen.

5. Bakterien auf Reisen – Kreuzkontamination durch Schneidebretter

Schneidebretter bergen die Gefahr der Kreuzkontamination

Bei der Vorbereitung des Abendessens herrscht reges Treiben auf den Arbeitsflächen Ihrer Küche. Das gefällt auch den Bakterien und Keimen. Sie sorgen für den Küchenhorror schlechthin: Kreuzkontamination. Diese entsteht, wenn Bakterien von einem Gegenstand zum anderen übertragen werden. Waschen Sie benutzte Arbeitsflächen oder Geräte wie Küchenbretter immer gleich ab, damit dies gar nicht erst passieren kann.

Schon gewusst?
● Wechseln Sie Schwämme und Lappen regelmäßig aus! Laut einer Studie der University of Arizona können sich auf diesen nämlich 400 mal mehr Bakterien befinden als auf einem Toilettensitz.
● Die Lebensdauer eines Schwamms lässt sich verlängern: Geben Sie diesen für 30 Sekunden auf höchster Stufe in die Mikrowelle. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Schwamm nass ist – sonst kann er Feuer fangen!

6. Teppich: Flusel mit Bakteriengewusel

Wir saugen ihn regelmäßig und doch ist er voller Staub: der Teppich.

Wir saugen ihn doch regelmäßig und auch optisch ist der Teppich noch top in Schuss! Doch der Schein trügt – alleine durch das Lüften gelangen Unmengen an Staubpartikeln von draußen herein, die sich im Teppich festsetzen können. Das ist nicht nur eklig, sondern auch gesundheitsschädlich. Denn laut einer britischen Studie bieten Teppiche Zuflucht für Millionen von E.coli-Bakterien. Zusätzlich wurden Spuren von menschlichen und tierischen Fäkalien nachgewiesen. Hier hilft in jedem Fall eine Teppichreinigung vom Profi.

Schon gewusst?
● So simpel, doch so wichtig: Schuhe aus in der Wohnung! Wer keine Spuren von Hundekot, Teer und Erbrochenen in seinem Haus haben möchte, bittet auch seine Gäste darum.
● Teppiche sollten außerdem mindestens einmal im Jahr nass gesaugt oder professionell gereinigt werden, damit sich Keime nicht verbreiten. Danach fühlt er sich außerdem wieder weich und federnd an.

3 Comments

  1. Geht das wirklich?

  2. Interessanter Beitrag! 🙂 das ein oder andere hat mich echt überrascht, hätte ich nicht gedacht 😀

  3. Andreas H. - 23. June 2016 reply

    Der Körper muss einfach mit Bakterien in Berührung kommen, damit das Immunsystem up-to-date bleibt 😀

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