Sklavenarbeit oder Job für Profis? 7 Mythen über Reinigungskräfte

Sklavenarbeit oder Job für Profis? 7 Mythen über Reinigungskräfte

Auch wenn der Feudalismus schon ein paar Jahrhunderte hinter uns liegt, gibt es immer noch Mythen und hartnäckige Vorurteile gegenüber Reinigungskräften. Für viele Menschen ist es nur schwer vorstellbar, andere im eigenen Haushalt für sich arbeiten zu lassen. Grund dafür sind verstaubte Klischees. Dabei hat mittlerweile durch unterschiedliche Online-Plattformen ein Umdenken begonnen: Per App oder Webseite ist es heute möglich, eine persönliche Reinigungskraft zu finden. Zeit also, um mit den alten Vorstellungen endgültig aufzuräumen: 

1. Nur die Schönen und Reichen können sich eine Putzhilfe leisten!

Die Auffassung, dass eine Putzhilfe nur etwas für die Elite ist, hält sich immer noch wacker. Zum einen, weil eine dauerhafte Haushaltshilfe viel kostet. Aber auch die Suche nach einer geeigneten Reinigungskraft sei mühevoll und schwierig. Gute Putzhilfen würden zwischen den wohlhabenden Familien hin und her gereicht – exklusiv und leider schwarz.

Mit dem Aufstieg der Online-Portale sind sowohl die Kosten, als auch der Aufwand für die Suche gesunken. Geprüfte Haushaltshilfen kann man nun in wenigen Klicks finden und buchen – egal wo und wann man sie benötigt. Das macht den Markt transparenter und zugänglicher. Wer weiß: Vielleicht ist das Buchen einer Haushaltshilfe irgendwann so normal wie das Bestellen einer Pizza.

2. Drecksjob! Wer will schon als Putzkraft arbeiten?

In vielen Studien wurde “Putzhilfe” als einer der unbeliebtesten Berufe aufgeführt – zumindest aus Sicht der Öffentlichkeit. Anders sieht es aus, wenn man die Reinigungskräfte selbst fragt: Neun von zehn sind stolz auf ihren Job – warum sollten sie es auch nicht sein? Sie entlasten ihre Kunden im stressigen Alltag und sorgen für eine glücklichere Heimkehr in ein strahlend sauberes Zuhause. Die neuen Online-Vermittlungen bieten den Reinigungskräften zudem mehr Freiheit bei der Entscheidung, wann und wo sie arbeiten möchten. Für Studenten, Mütter oder Kreative, die sich nach beruflicher Flexibilität sehnen, sind die Portale ein ideales Modell. 

3. Putzkräfte sind kriminell und räumen meine Wohnung leer!

https://c2.staticflickr.com/2/1027/1205714884_47f94be01d_b.jpgSchlägt man die Zeitung auf, begegnen einem ab und zu Geschichten von kriminellen Putzhilfen: Diebstahl von Kreditkarten, Autoschlüsseln oder sogar Unterwäsche. Stories wie diese sind sicherlich unterhaltsam und sorgen für hohe Klick- und Leserzahlen – aber stehen sie stellvertretend für alle Reinigungskräfte? Während man auf dem Schwarzmarkt sicher ein gewisses Risiko eingeht, investieren Online-Portale in Sicherheit: Sie verlangen von den Reinigungskräften persönliche Dokumente wie den Ausweis, das polizeiliche Führungszeugnis und den Gewerbeschein.

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4. Wenn die Putzhilfe etwas kaputt macht oder sich verletzt, bin ich aufgeschmissen!

Genauso beliebt wie Artikel über diebische Putzhilfen sind Geschichten über Putzhilfen, die während der Reinigung den Marmorboden oder wertvolle Kunstwerke beschädigen. Auch das ist eher ein Problem des Schwarzmarktes, auf dem Reinigungskräfte nicht versichert sind und der Kunde am Ende selbst für den Schaden zahlen muss. Noch schlimmer wird es, wenn sich die Putzhilfe während der Reinigung verletzt. Von Schwarzarbeit sollte man also besser die Finger lassen. Bei vielen der neuen Online-Services sind die Haushaltshilfen aber haftpflicht- und unfallversichert. 

5. Nur Frauen können putzen!

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Das Wort “Putzfrau” suggeriert es ja bereits: Anscheinend können nur Frauen putzen?! Dieses Bild ist mit der Zeit unmodern geworden. Eine Umfrage von Helpling hat gezeigt, dass zwei Drittel der Kunden weiblich sind. Die andere Seite des Klischees: Männer machen mittlerweile einen beträchtlichen Anteil der Reinigungskräfte aus! In Deutschland sind 31% der Reinigungskräfte männlich. 

 

 

 

 

6. Hilfe beim Putzen? Man sollte sich lieber selber um seinen Dreck kümmern.

Es gibt den alten Spruch, dass man sich stets um seinen eigenen Mist kümmern sollte. Das klingt etwas verlogen und ist ungerecht denen gegenüber, die in der Servicebranche arbeiten. Was genau soll dann der Unterschied sein zu jemanden, der einem die Kinder betreut, das Auto wäscht oder das Hotelzimmer putzt? Die Liste ließe sich beliebig fortführen… 

7. Putzhilfen – das ist NUR was für Leute, die keine Zeit haben.

Eine Reinigungskraft zu beschäftigen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man keine Zeit zum Putzen hat. Vielleicht bedeutet es eher, dass man seine rare Zeit für die schönen Dinge des Lebens nutzen möchte. Wenn man eine Reinigungskraft beschäftigt, hat man mehr Zeit für das, was man wirklich machen möchte – egal, ob man einen hektischen Job hat oder nicht. Eine Reinigung pro Woche kostet weniger als eine 30-minütige Massage oder ein romantisches Dinner. 

Seitdem Barbara für den Blog schreibt, serviert sie ihrer Familie und Freunden die besten Tipps und Tricks rund um Backpulver, Zitronensäure und Essig. Denn bis jetzt kriegt man beinahe alles Unmögliche mit diesen drei herkömmlichen Mittelchen entfernt. Fast wie Magie!

2 Comments

  1. Roboty-Roboty - 21. September 2016 reply

    Also ich nutze nur noch Roboter im Haushalt! Meine Zeit ist mir zu wichtig 🙂 LG

  2. Roboter werden Menschen in der Reinigung nie ersetzen können. Wenn überhaupt dann kann man diese nur für den Fussboden einsetzen.

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