Endlich faltenfrei – Mit 6 Tipps zum entspannten Bügeln

Endlich faltenfrei – Mit 6 Tipps zum entspannten Bügeln

Was nervt uns am Haushalt am meisten? Ganz klar – Für 39% der Deutschen landet das Bügeln laut einer Forsa-Umfrage unangefochten auf Platz eins! Ganze drei Stunden stehen wir im Durchschnitt wöchentlich am Bügelbrett. Höchste Zeit, die lästige Aufgabe zu erleichtern! Und das geht ganz einfach: Zusammen mit ZipJet – der mobilen Textilreinigung – haben wir 6 Tipps gesammelt, sodass Sie sich nie wieder über das Bügeln beklagen müssen und endlich Ihre Wäsche frisch und knitterfrei genießen können:

1. Das Genie beherrscht das Chaos: Bügelsymbole aufgedeckt

Erinnern Sie sich noch an die vielen komplizierten Symbole auf T-Shirt & Co., die es beim Waschen zu beachten gibt? Auch nach der Wäsche bleiben Sie von unbekannten Zeichen nicht verschont. Entwarnung: die Bügelsymbole sind überschaubar und lassen sich ganz einfach merken:

Strich durch die Rechnung: Ein durchgestrichenes Bügeleisen steht für: Hände weg! Hier können Sie das heiße Eisen getrost kaltstellen – Sie müssen nicht bügeln. Jetzt heißt es: Alle guten Dinge sind drei! Die nächsten drei Symbole zeigen ein Bügeleisen mit jeweils ein bis drei Punkten in der Mitte. Diese geben die Wärmestufen an. Ein Punkt steht für warm bügeln,  – bis zu 110 Grad. Hierbei handelt es sich in der Regel um Fasern aus Acryl, Nylon oder Acetat. Bei zwei Punkten kann das Kleidungsstück (meist aus Wolle) problemlos bis zu 150 Grad heiß gebügelt werden. Sind auf dem Kleidungsstück drei Punkte vermerkt, können Sie dieses sehr heiß, mit bis zu 220 Grad bügeln. Typisch hierfür sind Baumwoll- und Leinenprodukte.

Achtung: Lassen Sie das Bügeleisen niemals zu lange auf einer Stelle – so vermeiden Sie unschöne Löcher in der Kleidung und beugen einem möglichen Brand in Ihrer Wohnung vor.

2. Falten an den Kragen gehen – Hemd & Bluse richtig bügeln

Beim Bügeln von Hemden und Blusen muss jeder Handgriff sitzen, schließlich wollen wir zusätzliche Bügelfalten möglichst vermeiden. Wir empfehlen die folgende Bügel-Reihenfolge:

  1. Beim Bügeln des Kragens lautete die goldene Regel: erst von innen, dann von außen. Fahren Sie mit dem Bügeleisen von einem äußeren Ende zur Mitte und wiederholen das ganze danach auf der anderen Seite um Knitterfalten am Kragen zu vermeiden.
  2. Bügeln Sie Knopflochleiste, Brusttasche und Knopfleiste immer von innen um diese mit der starken Hitze nicht zu beschädigen.
  3. Um die Schulterpartien zu bügeln, spannen Sie das Hemd am besten über die schmale Vorderkante des Bügelbretts und bügeln Sie die Rückenpartie (eine nach der anderen) ausschließlich von außen.
  4. Die Manschetten bei geöffnetem Ärmel erst von links und dann von rechts bügeln.
  5. Ärmel müssen nur von außen gebügelt werden: Legen Sie einen Ärmel quer auf das Bügelbrett und streichen diesen glatt. Bügeln Sie nun vom Schulteransatz in Richtung Manschette. Extra Tipp: Wer eine Ärmelfalte will, fährt beim Bügeln bis über die Kanten.
  6. Beginnen Sie beim Bügeln des Bauchbereiches auf der Seite mit der Knopfleiste. Der Kragen wird über das Kopfende des Bügeltisches gelegt und das Hemd auf dem Bügelbrett glatt gezogen. Führen Sie nun das Bügeleisen von außen (und unten) entgegen dem Uhrzeigersinn über die Seite. Auf die gleiche Weise bügeln Sie anschließend die Rückenpartie sowie die zweite Brustseite.

Hemd bügeln

3. Das heiße Eisen kalt stellen: Bügeln ohne Bügeleisen

Bügeltipps hin oder her: Wir alle sehnen uns danach, ab und zu das heiße Eisen kalt zu stellen. Wenn Sie also mal gar keine Zeit oder Lust zum Bügeln haben sollten, probieren Sie einfach einen der folgenden 3 Tipps aus: :

Tipp 1: Dampf ablassen

Dampf ablassen, um Falten zu entfernen? Das geht tatsächlich! Hängen Sie das jeweilige Kleidungsstück auf einem Bügel ins Bad. Nun so lange heißes Wasser in der Dusche aufdrehen, bis sich feuchter Dampf bildet. Nun lassen Sie das Kleidungsstück einfach so lange im Dampf-Bad hängen, bis alle Falten verschwunden sind. Wasserverschwendung? Verbinden Sie diesen Tipp einfach beim nächsten Duschen und tun damit nicht nur Ihrem Hemd, sondern auch der Umwelt etwas gutes.

Tipp 2: Schleudertraum(a)

Wenn Sie kein Bügeleisen besitzen, können Sie die Kleidungsstücke nach dem Waschen auch kurz anschleudern und dann direkt feucht aufhängen. Achten Sie dabei darauf, dass die Kleidung gerade aufgehängt wird um weitere Falten zu vermeiden – am besten auf einem Kleiderbügel.

Tipp 3: Viel mehr als heiße Luft

Falten mit einem Föhn loswerden? Das geht tatsächlich! Feuchten Sie das Kleidungsstück zunächst an und trocknen es dann mit Ihrem Föhn. Kleine Falten verschwinden von ganz allein – bei größeren können Sie mit Glattstreichen nachhelfen.

4. Schluss mit dem Brettspiel: Es geht auch ohne Bügelbrett

Es muss nicht immer das teure Bügelbrett sein. Als Alternative können Sie sich eine glatte Oberfläche suchen, üblicherweise einen Tisch. Um den Tisch vor der Hitze des Bügeleisens zu schützen, sollten Sie eine ausreichend dicke Wolldecke, alte Betttücher oder ein nasses Handtuch benutzen – faltenfrei, versteht sich. Aufgepasst: Ist die von Ihnen gewählte Oberfläche dunkel, sollten Sie unbedingt einen hellen Bezug darüber legen – so verhindern Sie, dass die Farbe auf die Wäsche abfärbt.

Bügeln eines Rocks

5. Für dauerhaft frische Wäsche – Das Bügeleisen reinigen und aufpolieren

Mit der Zeit verklebt die Bügelsohle, also die Unterseite des Bügeleisens, wird matt und verschmutzt. Das erschwert das Bügeln erheblich. Damit ihr Bügeleisen weiterhin leicht über den Stoff gleitet, sollten Sie dieses daher regelmäßig reinigen. Träufeln Sie dafür etwas frischen oder konzentrierten Zitronensaft auf ein Tuch und reiben Sie die leicht angewärmte Bügelfläche damit ein – am besten mit kreisenden Bewegungen und wenig Druck. Lassen Sie den Zitronensaft kurz einwirken und polieren Sie anschließend nach. Zusätzlich können Sie auch handelsübliches Salz auf einen Wattebausch oder ein Tuch geben und damit die Bügelsohle abreiben.

Eingebrannte Textilreste entfernen Sie am effektivsten mit einem Kerzenstummel. Wickeln Sie den Stummel in ein Tuch ein und streichen Sie damit ein paar Mal über die heiße Sohle des Bügeleisens. Alternativ dazu können Sie Verschmutzungen auf der abgekühlten Sohle mit einem Radiergummi ganz einfach abrubbeln.

Ist Ihr Bügeleisen stumpf geworden, stellen Sie dieses für 10 Minuten auf ein mit Essig getränktes Tuch (und wischen mit einem sauberen Tuch nach). Jetzt geht das Bügeln wieder locker von der Hand.

6. Kalk einfach den Kampf ansagen

Um von Anfang an einer Verkalkung des Bügeleisens vorzubeugen, sollten Sie ausschließlich destilliertes Wasser verwenden. Da dieses jedoch CO2 aus der Luft bindet, kann es mit der Zeit zu Rostbildung kommen. Diese äußert sich als rotbrauner Wasserdampf bzw. braune Rosttröpfchen auf Ihrer Kleidung. Die Mischung macht’s! Was hilft ist eine Mischung aus destilliertem und etwas Leitungswasser.

Entkalkungsmittel ohne Chemie? Essig und Zitronensäure sind die Lösung! Mischen Sie das Mittel Ihrer Wahl mit etwas Wasser. Entleeren Sie nun den Wassertank des Bügeleisens vollkommen bevor Sie das selbstgemachte Entkalkungsmittel hineingeben. Nun das Bügeleisen auf der höchsten Stufe aufheizen. Durch ein paar Dampfstöße gelangt die Flüssigkeit in die entsprechenden Dampfkanäle und Schläuche. Stellen Sie das Bügeleisen aus und lassen es einige Minuten ruhen, damit der Entkalker wirken kann. Nach etwa 15 Minuten erneut aufheizen und einige Dampfstöße abgeben. Wiederholen Sie den Vorgang so lange bis keine Verschmutzungen mehr aus dem Bügeleisen austreten. Jetzt leeren Sie den Wassertank und spülen die Dampfdüsen mit klarem, destillierten Wasser aus.

Welche Erfahrungen haben Sie mit unseren Tipps gemacht? Haben Sie weitere? Beginnen Sie eine Diskussion in den Kommentaren.

 

Seitdem Barbara für den Blog schreibt, serviert sie ihrer Familie und Freunden die besten Tipps und Tricks rund um Backpulver, Zitronensäure und Essig. Denn bis jetzt kriegt man beinahe alles Unmögliche mit diesen drei herkömmlichen Mittelchen entfernt. Fast wie Magie!

5 Comments

  1. Hallo,

    Hier findet man ja alles, was man über Bügeln wissen muss. Sehr informativer Artikel. Einen Wäschetrockner möchte ich mir demnächst auch anschaffen.

    Liebe Grüße

  2. Vielen Dank für Ihren hilfreichen Beitrag.

    Ich bin schon länger ein stiller Leser. Und jetzt musste mich mal zu
    Wort melden und ein “Danke” hinterlassen.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf den nächsten Beitrag

  3. Grüßle,

    Gott sei Dank gibt es Blogs wie diesen! Ich bügel nämlich sehr ungern, vor allem Blusen und Hemden. Da mein Mann aber in der Bank arbeitet, kann ich Hemden leider nicht aus dem Weg gehen…Die Tipps sind toll! Ich hoffe die erleichtern mir das bügeln.

    Vielen Dank!

    Gruß
    Petra

  4. Hey, super Informationen! Anfangs dachte ich, dass Sie wirklich den Rat geben, nur mit destilliertem Wasser zu arbeiten. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass wie in dem Artikel beschrieben – die Mischung die beste Lösung ist!
    LG Thomas

  5. Hallo,

    ich musste als Kind ALLES bügeln – Shirts, Taschentücher, Unterhemden, Bettwäsche, Geschirrtücher, Jeans, … Und wehe, irgendwas war nicht exakt rechtwinklig – dann bekam ich das Bügeleisen auf die Hand.

    Seit ich vor über 25 Jahren bei Mutter auszog, bin ich daher für jedes Teil dankbar, was ich nicht bügeln brauche. Sprich: Gebügelt werden eigentlich nur noch Tischtücher – wenn ich mal welche nehme für Einladungen, sowie die wenigen Blusen oder Oberhemden, die leider nicht bügelfrei sind.

    Spießig finde ich aber deswegen noch lange niemanden – meinetwegen kann gern jede(r) bügeln, so viel wie sie/er gern mag. Ich kenne auch welche, die das total gern machen – nur zu. Hauptsache, ich muss nicht.

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